Projekte zur Energieeinsparung bzw. Energiegewinnung

Kühlung

Neben der Würzeherstellung sind die Gärung und Lagerung die für die Bierqualität ausschlaggebenden Schritte im Brauprozess.
So entstehen bei der Gärung Kohlensäure, Alkohol und aromabildende Nebenprodukte und durch die anschließende kalte, lange Lagerung erhält das Bier seine Reife sowie seinen endgültigen Geschmack. Ein sehr entscheidendes Kriterium für diese Prozesse ist die Einhaltung der jeweils optimalen Temperaturen. In zwei Teilschritten wurde daher nun das komplette (!) Kühlsystem in der Brauerei erneuert. Bei der deutlich im sechsstelligen Bereich gelegenen Investition wurden alte Kühlanlagen und Kühlmittel entfernt, hochmoderne, frequenzgeregelte Pumpen und Motoren, Regeltechnik und Isolierungen sowie ein neuer Solebehälter installiert.
Außer der Sicherung der hohen Bierqualität wurde dadurch vor allem auch dem Energie- und Umweltgedanken der Brauerei Rechnung getragen.
Der Stromverbrauch der Kühlung, die schon immer zu den Hauptverbrauchern einer jeden Brauerei gehört, wurde nach erster Messung durch die aufwendigen Maßnahmen bereits um über 15 % gesenkt.

Dampfkessel

Eine größere Investition stand 2015 im Energiebereich der Auwaldbrauerei an. Der alte Dampfkessel wurde durch einen modernen Kessel des Fabrikats Bosch (vormals Loos) mit gleicher Leistung (6 to/h Dampf) ausgetauscht. Der neue Dampfkessel wurde von der Fa. Hagelschuer aus Dülmen gebaut und innerhalb von nur 7 Tagen (inkl. Demontage des alten Kessels) im Dampfkesselraum der Brauerei installiert.

Das neue System kann mit modernster Steuerungs- und Überwachungstechnik punkten. Im Vordergrund steht aber eindeutig die Einsparung an Primärenergie. Alleine durch einen integrierten Economiser, der Wärme aus den heißen Abgasen rückgewinnt, werden künftig bis zu 6 % Heizöl eingespart. Noch deutlich höhere Einsparungen sind freilich durch den installierten Zweistoff-Brenner zu erwarten. Dieser kann kombiniert mit Heizöl aber auch im Solobetrieb Biogas, das in unserer betriebseigenen Kläranlage entsteht, verbrennen.

CIP-Anlage

Im Sommer 2014 wurde im Drucktankkeller unserer Produktion eine neue CIP-Anlage von der Fa. Gresser aus Regensburg installiert.
CIP steht für "Cleaning in Place" und bedeutet nichts anderes als eine vollautomatische Reinigung der Drucktanks.
Bisher wurden unsere Drucktanks zwar auch vollautomatisch gereinigt, aber im Anschluss noch mit Dampf sterilisiert. Mit der neuen CIP ist es möglich, diese Sterilisation statt thermisch nun ausschließlich chemisch durchzuführen.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen eine deutliche Energie- und CO2-Einsparung und zum anderen entfällt die lange Aufheiz- und Abkühlphase, was zu deutlich kürzeren Belegungszeiten führt.